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Usability | aufgebuzzt – Online Marketing Begriffe einfach erklärt

Tag Cloud über Usability im Web
Usability heißt übersetzt Gebrauchstauglichkeit und ist das A und O bei dem Design von Webseiten. Wir können es an uns selbst beobachten, rufen wir eine Webseite auf und finden wir uns nicht sofort zurecht, sind wir ganz schnell wieder weg. Der Grund auf gebrauchstaugliche Webseiten zu achten ist also klar: Usability ist wichtig für die Systemakzeptanz.

Nach ISO 9126 wird Usability so definiert: „The capability of the software product to be understood, learned, used and attractive to the user, when used under specified conditions. Also die Fähigkeit eines Software Produktes von einem User unter bestimmten Bedingungen verstanden, erlernt, genutzt zu werden und attraktiv auf ihn zu wirken.

Weiter führt Nielsen an, dass folgende Faktoren im Rahmen der Usability zu berücksichtigen sind:

  • Erlernbarkeit: Die Lernkurve soll möglichst gering sein, der User soll schnell mit dem Produkt umgehen können.
  • Effizienz: Das Produkt soll eine hohe Produktivität ermöglichen
  • Einprägsamkeit: Die Prozesse sollen einprägsam sein, d. h. auch wenn der User das Produkt lange nicht benutzt, soll er es dennoch nicht erneut lernen müssen.
  • Fehlerarmut: Das Produkt soll wenig Fehler allgemein und keine kritischen Fehler erzeugen.
  • Zufriedenheit: Die Nutzung soll angenehm sein und der Benutzer zufrieden.

Häufig hört man auch den Begriff „user friendliness“, also die Benutzerfreundlichkeit, in diesem Zusammenhang. Am sinnvollsten ist es natürlich die Usability schon zu Beginn von Webprojekten zu berücksichtigen, aber auch bei bestehenden Webseiten ist es sinnvoll, durch bestimmte Maßnahmen die Usability zu erhöhen. User-Fehler können vermieden werden, der Kundensupport verringert sich, die User sind zufriedener und im besten Fall erhöht sich dadurch der Umsatz.

Doch worauf muss man nun konkret achten, wenn es um die Usablity geht? Hier ein paar wichtige Gestaltungsregeln für Usability (nach Shneiderman und Plaisant):

  • Um Konsistenz bemühen: Wichtig ist, die Abfolge von Aktionen immer einheitlich zu halten. Begrifflichkeiten, Farben, Layout sollten für ähnliche Dinge konsistent sein.
  • Auf universelle Usability ausrichten: Es ist nicht nur wichtig, sich um Usability zu bemühen, auch die Barrierefreiheit einer Webseite spielt eine wichtige Rolle.
  • Informatives Feedback anbieten: Für jede Benutzeraktion soll das System ein Feedback geben wie beispielsweise die Bestätigung, wenn man ein Produkt in den Warenkorb eines Onlineshops legt.
  • In sich geschlossene Dialoge entwerfen: Einzelne Schritte einer Aktion sollen in einem sich geschlossenen, optisch ersichtlichen Design erfolgen. Zum Bespiel ist der Bestellvorgang in Onlineshops oft in die Schritte 1-4 unterteilt, so weiß der User genau, was noch kommt.
  • Fehlervermeidung: Die Webanwendung soll möglichst Fehler vermeiden, bzw. den User davon abhalten, Dinge zu vergessen oder Fehler zu machen. Beispielsweise ist es gut, wenn eine Meldung erscheint, man hat die Postleitzahl bei der Eingabe seiner Adressdaten vergessen.
  • Erlauben, Aktionen rückgängig zu machen: User sollen Aktionen rückgängig machen können, dies erhöht die Akzeptanz. Zum Beispiel ist es positiv, wenn der User auch bereits in den letzten Schritten im Onlineshop noch die Möglichkeit hat, Produkte aus dem Warenkorb zu entfernen.
  • Interne Kontrollüberzeugung bewahren: Erfahrene User möchten die Kontrolle über das System haben, d.h. das System soll sie bestmöglich unterstützen, reagiert das System anders als erwartet, kommt Unzufriedenheit auf. Daher macht man beispielsweise Design-Änderungen in kleinen Schritten, damit der User nicht das Gefühl hat, alles wieder neu lernen zu müssen.
  • Kurzzeitgedächtnis schonen: Unser Kurzzeitgedächtnis kann sich nach einer Faustregel 7+-2 Dinge gleichzeitig merken. Das müssen wir auch bei dem Design von Webanwendungen berücksichtigen, zum Beispiel soll die Navigationsebene nicht mehr Elemente beinhalten.

Um herauszufinden, ob Webanwendungen gebrauchstauglich sind, können qualitative oder quantitative Methoden eingesetzt werden. So kann man zum Beispiel als qualitative Methode User befragen, sie während der Benutzung der Webanwendung Absichten und Tätigkeiten kommentieren lassen oder eine Videoüberwachung einsetzen. Zu den quantitativen Methoden zählen die Auswertung von Mausbewegungen, Klicks oder das Scroll-Verhalten.

Entspricht Eure Webseite den Usability-Standards? Sprecht uns an, wir beraten Euch gerne.

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gebrauchstauglichkeit_(Produkt)
Nielsen J (1993) Usability Engineering. Reprint 2008- Kaufmann, San Diego. ISBN:0125184069
Shneiderman B, Palisant C (2010) Designing the user interface. Strategies for effective human-computer interaction. 5. Aufl. Pearson Education, Upper Saddle River. ISBN: 9780321601483

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